Schritt (6) UNTERKUNFT

Die Philosophie der Suche nach einer halbwegs komfortablen und preisgünstigen Unterkunft lässt sich gut mit jener der Flugticketsuche vergleichen.

Auch hier gilt die Redewendung: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ – mit einem entscheidenden und vorteilhaften Unterschied. Das magische Zauberwort lautet „Flexibilität“ – oder in unserem Fall: „kostenlose Stornierung 24 Stunden vor dem Check-in“.

Natürlich hängt auch hier vieles von eurer Dagobert-Duck-Connection ab – aber grundsätzlich stehe ich auch hier gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Bucht so früh wie möglich im Voraus – mit der 24-Stunden-Storno-Regel. Teils werden Unterkünfte mit der Zeit günstiger – teils explodieren die Preise. Die Regel ist einfach: Je teurer eure Reisedestination, desto früher bucht ihr.

Nehmt euch immer wieder einmal einen Abend Zeit und überprüft eure Reservierungen. Plötzlich ergeben sich neue Optionen – und ihr könnt die Reservierung kostenlos stornieren und auf eine zentralere oder günstigere Unterkunft ausweichen.

Vergesst die numerischen Bewertungen. Eine 8,6-Bewertung auf booking.com ist in Kambodscha 🇰🇭 noch immer eine größere Absteige als eine 5,7 in Dänemark 🇩🇰. Lest die Bewertungen durch – damit ihr ein reales Gefühl dafür bekommt, was euch erwartet.

Achtet auf die gewünschte Zahlungsmethode: Kreditkarte, Bankomatkarte oder Bargeld. Asiatische und südamerikanische Vermieter bevorzugen Barzahlung – also stets genug Bargeld dabei haben.

Die Lage ist entscheidend – und das bedeutet nicht zwingend „zentral“, sondern in der Nähe öffentlicher Verkehrsmittel.

500days.at-Insidertipp: Ihr müsst nicht zwingend eine überteuerte Unterkunft im Herzen einer nordamerikanischen oder asiatischen Großstadt buchen. Weicht in die Vorstadt aus – genießt die Ruhe und Sicherheit – und nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel, um günstig und unkompliziert ins Zentrum zu fahren.

Persönlich habe ich 70 bis 75 Prozent meiner Unterkünfte über Airbnb gebucht. Natürlich hat auch diese Plattform ihre Vor- und Nachteile – aber ich kann ausschließlich Gutes darüber berichten. Airbnb bietet die Möglichkeit, wunderbare Menschen kennenzulernen, die einen mit unbezahlbaren Insidertipps versorgen – und obendrein ist es deutlich günstiger 😅.

Airbnb hat gewisse Parallelen zu einer herkömmlichen Dating-Plattform – also nicht, dass ich mich damit auskenne 😅. Euer Gastgeber wird euer Profil unter die Lupe nehmen und anschließend entscheiden, ob er euch aufnimmt. Also: Gebt euch Mühe, erzählt ein wenig über euch – bitte nur Positives –, lasst euren Charme spielen – und einem gegenseitigen Kennenlernen sollte nichts im Wege stehen.

Airbnb @ Salton Sea, California (USA)

Zeigt euch in den privaten Wohnungen und Häusern eurer Gastgeber stets von eurer Schokoladenseite – denn ihr bekommt abschließend eine Bewertung, die den weiteren Reiseverlauf beeinflussen kann.

Wenn eure Airbnb-Vita irgendwann durchgehend so aussieht, seid ihr überall herzlich willkommen.

Die restlichen Buchungen verteilten sich auf die nachhaltige Plattform bookitgreen.com – und den Klassiker booking.com.

Auch hier gönne ich euch einen kleinen Einblick in meine Excel-Hotelliste 😅.

Ein wunderbarer Beweis dafür, wie wenig Romantik – aber wie viel Blut und Schweiß – hinter den Kulissen nötig ist, um eine solche Mission durchzuziehen.