Kapitel 4 – đ«đ· Frankreich / đŽó §ó ąó „ó źó §ó ż England
Operation Dynamo war der Grund, warum ich mich in diesen eher unbekannten Teil Frankreichs verirrte â aber es war ein wahres Abenteuer. Die französische SĂŒdkĂŒste ist vielen ein Begriff: die ĂŒberteuerten und ĂŒberbevölkerten StĂ€dte wie Marseille, Cannes oder Saint-Tropez â aber wer kennt eigentlich die Gegend um DĂŒnkirchen, Calais oder Boulogne-sur-Mer? Kaum jemand, oder? Ausgezeichnet â dann stelle ich sie euch vor, und eines vorweg: Es sind unglaublich spannende und historische Geschichten, die sich im nördlichen Teil dieses Landes abgespielt haben. Damit dieser Reisebericht nicht zu einem Roman verfĂ€llt, werde ich mich auf zwei Dinge beschrĂ€nken: die einzigartige, wunderbare Landschaft und den herausragend spannenden (fĂŒr mich zumindest), aber auch schockierenden historischen Teil. Ich berichte von den zwei nördlichen Regionen Frankreichs, Hauts-de-France und der Normandie (= âNordmĂ€nner“, von den Wikingern erobert und nach ihnen benannt â damit ihr was zum KlugscheiĂen habt đ ).
Vor gut zwei Jahren war ich im Kino đœïž, um Christopher Nolans Dunkirk (Trailer) zu sehen (ein wahres Meisterwerk, nominiert fĂŒr acht Oscars). Die Geschichte zur Operation Dynamo faszinierte mich so sehr, dass ich um jeden Preis nach DĂŒnkirchen bzw. Dunkirk musste, um die realen SchauplĂ€tze kennenzulernen. Die ganze Gegend steht fest im Zeichen dieser Operation, die sich Ende Mai 1940 abgespielt hatte. Eine kurze historische Zusammenfassung:
Die deutsche Wehrmacht auf dem Vormarsch und auf dem Weg, die französische NordkĂŒste einzunehmen â knapp 400.000 britische und französische Soldaten an der NordkĂŒste eingekesselt und wartend auf den sicheren Tod. Die alliierten Rettungsschiffe wurden durch deutsche Bomber und U-Boote zerstört, und die Lage schien aussichtslos. Die Deutschen rĂŒckten mit einer riesigen Panzertruppe Schritt fĂŒr Schritt Richtung NordkĂŒste vor. In dieser aussichtslosen Lage wurde unter Verzweiflung und ohne jegliche Hoffnung die Operation Dynamo von den Briten ins Leben gerufen. Alles, was irgendwie seetauglich war (private Segelboote, Ruderboote etc.), wurde aktiviert und ĂŒber den ungefĂ€hr 30 Kilometer breiten Ărmelkanal von England nach Frankreich geschickt. Man befĂŒrchtete ein Himmelfahrtskommando â ohne Schutz, ohne eigene Bewaffnung â aber es war die gröĂte Rettungsaktion, die es jemals gegeben hatte. Alle Soldaten konnten zwar nicht evakuiert werden, aber fast 340.000 Menschenleben wurden in wenigen Tagen ĂŒber den Kanal in Sicherheit gebracht und vor dem sicheren Tod gerettet.
Am unwiderstehlichen Sandstrand zwischen Calais und DĂŒnkirchen findet man unzĂ€hlige Relikte aus dieser Zeit. Historisch einmalig: wunderschön erhaltene Bunker, Kommandostellen und Verteidigungsanlagen kann man hier besichtigen. Ich liebe solche Orte, wo die Geschichte zum Greifen nahe ist. Diese Rettungsmission fand vor gut 80 Jahren statt, aber hier fĂŒhlt es sich an, als ob es gestern gewesen wĂ€re. Ich streife den Strand entlang, wandere durch die DĂŒnen und entdecke eine Anlage nach der anderen. Ich versuche, alle zu erforschen, bewundere diese Relikte, habe aber auch groĂen Respekt davor â und bin dankbar, dass mir diese Zeit erspart geblieben ist. Ich male mir aus, wie sich die Schlachten abgespielt haben, meine Gedanken erschaffen Bilder von Gewalt, BrutalitĂ€t, Hass und Leid â aber auch von Kameradschaft, Ehre, Mut und Hoffnung. Die Franzosen haben einen eigenen Umgang mit dieser Zeit. Obwohl sie das meist zerstörte und bombardierte Land in den Weltkriegen waren, kommt hier keine Opferrolle zum Tragen. Der Nationalstolz steht ĂŒber allem â das bemerkte ich ĂŒberall, egal welche historischen Schlachtfelder ich besuchte.
Weiter ging meine historische Reise, etwas fernab von der KĂŒste ins Inland â und jetzt wird es wirklich absurd, krank, unwirklich und schockierend. Ich stelle euch einige Orte vor, die faszinieren, aber gleichzeitig auch schockieren und warnen, die den Irrsinn dieser Zeit darstellen â Orte, die man wohl in keinem herkömmlichen Frankreich-ReisefĂŒhrer findet.
Schaut euch aber zuerst einmal unter diesem Absatz die Bilder an, damit ihr eine Vorstellung davon habt, wie diese âBunker“ aussehen. Ich starte mit dem Blockhaus von Ăperlecques â ein wahnsinniger, riesiger Bunker, der von den Deutschen mitten im französischen Wald gebaut wurde. Ihr mĂŒsst euch einen endlos wirkenden Betonkomplex vorstellen, der so groĂ ist wie ein Einkaufszentrum, geschĂŒtzt von tiefen WĂ€ldern. Rundherum ist so eine Art Freiluftmuseum entstanden â man geht quer durch den Wald, ĂŒberall sind historische Relikte aufgebaut (Panzer, Raketen, ZĂŒge etc.), bei jeder Station gibt es eine Fernsprechanlage, aus deren Lautsprechern Stimmen ertönen, die den Hintergrund erklĂ€ren.
Da sich kaum ein Mensch hierher verirrt, ist die ganze Angelegenheit gruselig und faszinierend zugleich â aber seht selbst: VIDEO. Vor lauter Ehrfurcht und Angst gefriert einem das Blut in den Adern, wenn man sich gemĂ€chlich und behutsam durch das Innere dieser Anlage kĂ€mpft. Es gibt AusstellungsstĂŒcke, animierte LeinwĂ€nde und sogar ein Kino mit einer mörderischen Akustik. Was die Deutschen mit diesem Bunker bezwecken wollten, erzĂ€hle ich euch gleich. Nur so viel: Das ganze Ambiente erinnert mich an einen Science-Fiction-Blockbuster oder an eine Episode der Endzeitserien âThe 100″.
40 Kilometer von dieser absurden Anlage entfernt liegt La Coupole (schaut euch bitte dieses Bild an, wie dieses raumschiffÀhnliche GebÀude in den Hang eingebaut wurde). Hier geht der Wahnsinn in die nÀchste Runde. Mein Zugang startet in einem mehrere hundert Meter langen, tiefen, dunklen Tunnel, bis ich zu einem uralten Lift komme, der mich zur Kuppel hochbringt. Nun bin ich wirklich in einem Endzeit-Hollywoodfilm angekommen.
Im Blockhaus Ăperlecques und in dieser Kuppel haben die Deutschen versucht, eine neue Superwaffe zu entwickeln â die V2-Rakete (V = Vergeltung). Die Luftlinie nach London betrĂ€gt gerade einmal 150 Kilometer â und hĂ€tten die Deutschen diese Superwaffen fertig konstruiert, wĂ€re wohl die Geschichte umgeschrieben worden und George Orwells Roman â1984″ wĂ€re vielleicht keine Utopie geblieben. Aber zum GlĂŒck sprechen wir im Konjunktiv.
Die V2 war die erste Rakete, die so konstruiert wurde (Höhe, Geschwindigkeit, Radarunsichtbarkeit), dass sie von keinem Abwehrsystem der Welt erkannt werden konnte. Die V2-Rakete gilt noch immer als âWunderwaffe der modernen Technik“ und als Ursprung der heutigen Raumfahrt. Trotz ihrer Nichtfertigstellung wurde die Rakete mehrmals von den Deutschen eingesetzt â allerdings noch ohne die volle tödliche Sprengkraft. Man wollte damit Angst und Schrecken verbreiten, da der Feind den drohenden Einschlag nicht sehen, geschweige denn abwehren konnte. Diese Angst war der Auslöser fĂŒr einen ultimativen Bombenhagel, den die Alliierten auf diese Anlagen in Frankreich durchfĂŒhrten. So wurden groĂe Teile der Anlagen zerstört â und das Schlimmste konnte verhindert werden. Ich bin anschlieĂend ein wenig durch diese WĂ€lder gewandert, und ihr könnt euch kaum vorstellen, wie es dort aussieht. Man geht auf und ab, weicht unzĂ€hligen Kratern aus, die durch diese massive Bombardierung entstanden sind. Diese WĂ€lder erinnern an eine Mondlandschaft â nur bestĂŒckt mit BĂ€umen, GrĂ€sern, SĂŒmpfen und StrĂ€uchern. Ich denke, dass sich das alles nicht wirklich sehr spannend liest â aber direkt vor Ort zu sein, das alles zu sehen und zu erleben, das geht ganz tief in meine Seele und lĂ€sst mich einen Teil dieser Ereignisse sein.
So, jetzt wird es noch geschichtlicher â aber um diesen ganzen Wahnsinn, der damals und HEUTE passiert, besser zu erklĂ€ren, zwei unheimliche, traurige, aber wahre Geschichten.
Die ganze Zeit begleitet mich ein Name: Wernher von Braun. Nun â Achtung Ironie! Von Braun war der Erfinder dieser Rakete, lieĂ sie mithilfe von KZ-Gefangenen erbauen, war beteiligt, als sie gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt wurde â versuchte nach Kriegsende zu flĂŒchten â wurde von den Amerikanern gefangen â die fanden seine Ideologie und sein Raketenwissen ziemlich genial â rekrutierten von Braun (der in der NSDAP war) â dachten: okay, du kannst geniale Bomben und Raketen bauen â haben ihm umgehend alles verziehen â schickten ihn zur NASA (er war mithauptverantwortlich fĂŒr die erste Mondlandung) â durfte im WeiĂen Haus mit JFK posieren â wurde zu einer amerikanischen NASA-Legende â in den USA und in Deutschland wurden StraĂen, Schulen und PlĂ€tze nach ihm benannt â bis dann einer draufkam: hm? NSDAP-Mitglied, entscheidender Ingenieur im Dritten Reich â vielleicht doch nicht der wahre Held? â und so wurden die meisten StraĂen wieder umbenannt (hier mĂŒsst ihr euch diesen Emoji vorstellen, der sich auf den Kopf greift) âŠ
Ich weiĂ, das muss euch zur GĂ€nze langweilen â aber ich finde es so absurd, dass ich mir diese wahre Geschichte selbst notieren muss, um sie zu verstehen. Und der Wahnsinn geht ja noch weiter.
Das Blockhaus von Mimoyecques ist die nĂ€chste irre Station auf meiner historischen Reise. FĂŒr eure bildliche Vorstellung: Wieder im Nirgendwo â ein 600 Meter langer Tunnel, der 100 Meter tief in die Erde gesprengt wurde. Der Plan war es, 100 Meter tiefe Bohrungen zu tĂ€tigen und die nĂ€chste Generation von Raketen, perfekt getarnt, auf London zu jagen. VIDEO. Dieser Bunker wurde im letzten Moment von den Alliierten zerstört â aber die Ereignisse, die nach der Zerstörung stattfanden, lassen einen sprachlos werden.
Viele, viele Jahre nach der Einstellung des V2-Raketenprogramms stolpert ein Diktator ĂŒber diese Technologie â nennen wir ihn beim Namen: Saddam Hussein. Er dachte, hier gibt es noch richtig Potenzial â schnappte sich einen kanadischen Wissenschaftler, Gerald Bull, der diese Rakete weiterentwickeln sollte. Der nette Herr Bull sah ein paar hundert Millionen Dollar fliegen und dachte sich: Klar, der liebe Herr Diktator wird schon nichts Schlimmes damit anstellen. Jetzt dĂŒrft ihr einmal raten, wo diese Raketen weiterentwickelt worden sind. Genau â in England đŹđ§ (ziemlich ironisch). Unser Diktator hatte natĂŒrlich nicht die Absicht, Israel đźđ± damit zu zerstören â allerdings hatte wohl der Mossad (der israelische Geheimdienst) so ein GefĂŒhl und hat schlichtweg â es wurde zwar nie bewiesen, aber man geht davon aus â Herrn Bull in BrĂŒssel mit fĂŒnf SchĂŒssen niedergestreckt. Dieses Attentat bedeutete gleichzeitig das vorĂŒbergehende Ende dieses Plans, auch âProjekt Babylon“ genannt.
Wer weiĂ, wer der NĂ€chste ist, der darauf zugreift â nur so ein paar Gedanken. Es gĂ€be noch so viel von diesen SchauplĂ€tzen zu berichten â aber da ich euch schon sehr viel Zeit mit meinen Thesen, Gedanken und Emotionen gestohlen habe, kommen wir zum zweiten Teil unserer Nordfrankreich-Rundreise.
Bunker Tour
Das Blockhaus von Mimoyecques ist die nĂ€chste irre Station auf meiner historischen Reise. FĂŒr eure bildliche Vorstellung: Wieder im Nirgendwo â ein 600 Meter langer Tunnel, der 100 Meter tief in die Erde gesprengt wurde. Der Plan war es, 100 Meter tiefe Bohrungen zu tĂ€tigen und die nĂ€chste Generation von Raketen, perfekt getarnt, auf London zu jagen. VIDEO. Dieser Bunker wurde im letzten Moment von den Alliierten zerstört â aber die Ereignisse, die nach der Zerstörung stattfanden, lassen einen sprachlos werden.
Viele, viele Jahre nach der Einstellung des V2-Raketenprogramms stolpert ein Diktator ĂŒber diese Technologie â nennen wir ihn beim Namen: Saddam Hussein. Er dachte, hier gibt es noch richtig Potenzial â schnappte sich einen kanadischen Wissenschaftler, Gerald Bull, der diese Rakete weiterentwickeln sollte. Der nette Herr Bull sah ein paar hundert Millionen Dollar fliegen und dachte sich: Klar, der liebe Herr Diktator wird schon nichts Schlimmes damit anstellen. Jetzt dĂŒrft ihr einmal raten, wo diese Raketen weiterentwickelt worden sind. Genau â in England đŹđ§ (ziemlich ironisch). Unser Diktator hatte natĂŒrlich nicht die Absicht, Israel đźđ± damit zu zerstören â allerdings hatte wohl der Mossad (der israelische Geheimdienst) so ein GefĂŒhl und hat schlichtweg â es wurde zwar nie bewiesen, aber man geht davon aus â Herrn Bull in BrĂŒssel mit fĂŒnf SchĂŒssen niedergestreckt. Dieses Attentat bedeutete gleichzeitig das vorĂŒbergehende Ende dieses Plans, auch âProjekt Babylon“ genannt.
Wer weiĂ, wer der NĂ€chste ist, der darauf zugreift â nur so ein paar Gedanken. Es gĂ€be noch so viel von diesen SchauplĂ€tzen zu berichten â aber da ich euch schon sehr viel Zeit mit meinen Thesen, Gedanken und Emotionen gestohlen habe, kommen wir zum zweiten Teil unserer Nordfrankreich-Rundreise.
10 Tage hatte ich Zeit, um zumindest einmal mit der FĂ€hre nach Dover đŹđ§ zu fahren. Jeden Abend checkte ich den Wetterbericht und dachte mir: Okay, vielleicht doch lieber morgen. Irgendwann war es dann so weit â und ich suchte mir von all den regnerischen und windigen Tagen wohl das gröĂte Ăbel heraus. Aber zuerst einmal zum schönen Teil. Es war viel einfacher als gedacht, mit der FĂ€hre nach England zu fahren. Man kann sein Auto kostenlos am riesigen FĂ€hrhafen in Calais abstellen, holt sich ein Ticket (10 Euro hin und zurĂŒck) und los geht die Reise â dachte ich zumindest, aber der Reihe nach.
Zuerst einmal der Sicherheitscheck: wie am Flughafen, mindestens eine Stunde vorher da sein. Passkontrolle Nummer eins â raus aus Frankreich â Passkontrolle Nummer zwei â hinein nach GroĂbritannien â dann fĂ€hrt man ca. 90 Minuten mit der FĂ€hre ĂŒber den Ărmelkanal (ich bin immer wieder fasziniert, wie so viele Autos und Lkws auf so einem Schiff unterkommen können) â dann noch ein paar Pfund gewechselt und endlich bin ich in Dover angekommen â vermutlich.
Laut meinen Recherchen, diversen ReisefĂŒhrern und Wikipedia gibt es einem wunderbares, riesiges Schloss: das Dover Castle. Am Schloss beginnt angeblich ein traumhafter Trail zu den Klippen der berĂŒhmten weiĂen Kreidefelsen von Dover â angeblich.
Die harte RealitĂ€t: Der Wind peitschte aus allen Richtungen, der Regen ging eher waagrecht als senkrecht auf mich nieder, und es waren wohl minus 10 Grad (und ich ĂŒbertreibe nie â also gefĂŒhlt zumindest) â typisch britisches Wetter eben. Ich konnte weder das Schloss noch die Felsen, geschweige denn irgendetwas erkennen đ. Sollte jemand von euch nach Dover fahren oder schon dort gewesen sein â erzĂ€hlt mir bitte, wie es war. Abgesehen von der Innenansicht des Schlosses, ein paar leicht erkennbaren Strukturen der SteilkĂŒste und einer wirklich interessanten FĂŒhrung durch die tiefen Tunnelsysteme Fan Bay Shelter habe ich nichts gesehen. AuĂerdem gab es auf der RĂŒckfahrt mit der FĂ€hre eine beispiellose Ăbelkeit â sie wackelte hin und her, hin und her und hin und her âŠ
Einen kurzen Satz noch zu den drei gröĂeren StĂ€dten DĂŒnkirchen, Calais und Boulogne-sur-Mer: Sie sind grundsĂ€tzlich alle unschön und es gibt kaum etwas Bemerkenswertes zu entdecken. Aber wen wundert es â sie wurden ja wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges praktisch komplett ausgelöscht. Aber ⊠ein interessanter Fakt, den ich an DĂŒnkirchen đ sehr vorbildlich finde: Es ist die erste Stadt in Europa, die seit 2018 den gesamten öffentlichen Verkehr kostenlos anbietet. Die Busse fahren alle 10 Minuten, sind kaum ĂŒberlastet und das Netz ist perfekt ausgebaut. Wie funktioniert das in Ăsterreich đŠđč noch einmal? Genau â von Jahr zu Jahr wird es teurer, und dafĂŒr werden sinnfreie Feinstaubzonen eingerichtet. Die Verkehrsauslastung ging in DĂŒnkirchen zuletzt um die HĂ€lfte zurĂŒck, viele französische StĂ€dte haben nun nachgezogen â einen lieben GruĂ an die Heimat: gar nicht so blöd, die Franzosen.
Mein Fazit: Wer Geschichte und unberĂŒhrte Natur liebt, ist hier richtig â aufregend, abwechslungsreich, einfach einmalig. Ihr dĂŒrft euch hier nur keinen aufregenden Sightseeing-Urlaub erwarten, und man muss schon ein wenig suchen, um eine Unterkunft oder ein Restaurant zu finden. Touristen gibt es kaum, dafĂŒr benötigt man etwas GlĂŒck mit den Wetterbedingungen. Die Gegend gehört zu den regenreichsten Regionen in ganz Europa â zu Recht. Ich komme auf jeden Fall zeitnah wieder und möchte dann weiter Richtung Westen die Bretagne erkunden.
Kosten: Abgesehen von den irren Benzinpreisen in Frankreich (da kommt euch Tanken in Italien und Deutschland auf einmal gĂŒnstig vor đ ) und den hohen Mautkosten (das magische Wort am Navi: Mautstrecken vermeiden â so sieht man auch viel mehr) ist das tĂ€gliche Leben deutlich gĂŒnstiger als bei uns.
Sicherheit: Calais ist in Frankreich ein Brennpunkt â das sollte man wissen. Es gibt den âCalais-Dschungel“ â heiĂt wirklich so â siehe Wikipedia-Eintrag: einfach lesen, wenn ihr mehr wissen wollt. Aber abgesehen davon: alles wunderbar, die StraĂen sind in einem ausgezeichneten Zustand, und solange niemand vom Wind ĂŒber die Klippen geweht wird, wird euch hier nichts passieren. Aufpassen, wenn ihr nach Dover fahrt â LOOK RIGHT (geĂŒbte London-Urlauber wissen, was ich meine â nur steht es in Dover nirgendwo, zumindest habe ich es nicht gesehen, könnte aber auch der Nebel gewesen sein, egal âŠ).
Aus der Kategorie âIm Nachhinein schlauer“: LERNE FRANZĂSISCH â zumindest ein wenig. Meine Hosts konnten nicht einmal bis zehn auf Englisch zĂ€hlen (vergleichbar mit meinem französischen Niveau) â das bedeutet: sinnvolle Kommunikation Mangelware.
Wieder zurĂŒck nach Belgien đ§đȘ und in die Niederlande. BrĂŒgge, Antwerpen, Amsterdam đłđ± und mehr warten â und ich benötige unbedingt noch mehr belgische Waffeln đ .
Â
Hier gehtâs zum 5. Kapitel, zurĂŒck nach Belgien (2) đ§đȘ























































