Schritt 8- Rucksack

Meine Packliste

Ich packe in meinen Koffer: Das berühmte Kinderspiel wird Realität und schön langsam rückt der Abreisetag, in kleinen Schritten, näher. Ich kann euch nicht wirklich sagen, was ihr alles mitnehmen sollt, nur eines: so wenig, wie nur irgendwie möglich!

Und eines Tages fällt dir auf, dass du 99% davon nicht benötigst. Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg, denn es reist sich besser, mit leichtem Gepäck.

Na gut – lasst uns das Kofferpack-Spiel gemeinsam durchgehen. Der Koffer steht natürlich symbolisch für einen Rucksack 😉. Niemals hätte ich gedacht, dass ich jemals eine Packliste veröffentlichen würde 😂. Aber all diese Gegenstände würde ich wieder mitnehmen – und obwohl meine Tetris-Skills nicht die außergewöhnlichsten sind, bekommen wir all das locker in einen Handgepäck-Rucksack.

 

Alle wichtigen Dokumente – auch eingescannt und auf eine Online-Plattform hochgeladen, z. B. Dropbox oder Google Drive, damit ihr auch bei Verlust des Originals jederzeit und von überall darauf zugreifen könnt.

Notfallmedizinkoffer – geht rechtzeitig vor der Abreise zur Apotheke und lasst euch ein paar sinnvolle Kleinigkeiten für unterwegs zusammenstellen.

Mindestens zwei entsperrte Mobiltelefone – bevorzugt mit Dual-SIM – und zwei bis drei österreichische Prepaid-SIM-Karten, damit ihr auch von unterwegs aus problemlos eure Online-Banking-Transfers durchführen könnt.

Einen kleinen Tagesrucksack – unbedingt wasserfest, denn Regen kommt meistens genau dann, wenn ihr es am wenigsten braucht!

Kulturbeutel – selbsterklärend. Pinzette und Nagelschere nicht vergessen – gehen beim Handgepäck problemlos durch.

Einen kleinen Erste-Hilfe-Koffer – ebenfalls in der Handgepäck-Version.

Fieberthermometer und Mückenspray – ihr werdet diese beiden Teile im Laufe der Reise so vergöttern, dass ihr ihnen irgendwann einen eigenen Namen geben werdet.

Kopfhörer, Kfz-Ladegerät, USB-Stick mit MP3s – glaubt mir: Nach einem 1.000-Meilen-Roadtrip durch die amerikanische Provinz 🇺🇸, begleitet von einem einzigen empfangbaren Radiosender namens Absolute Today’s Country Hits, würdet ihr euch sogar nach dem neuen Gabalier-Album sehnen 😂.

Meine heilige Regenjacke! Ein treuer Begleiter, der mich auf so gut wie jeder Etappe der Reise gerettet hat.

Mindestens zwei Paar Schuhe, die eure Füße wirklich lieben – an dieser Stelle lohnt sich kein Sparen.

 

Kleidung und Technik

Kleidung – welche? Keine Ahnung! So ziemlich jedes Airbnb hat eine Waschmaschine – und nicht umsonst hat jede amerikanische Romantic Comedy eine intime Waschsalon-Szene, die euch schon mal auf das echte Leben unterwegs vorbereitet. Es ist schlicht unmöglich, für einen so langen Zeitraum von Anfang an die perfekten Klamotten für jedes Klima und jede Gelegenheit einzupacken – also lasst es einfach gut sein und kauft nach, was euch unterwegs wirklich fehlt.

Kleine Taschenlampe – „brenn … Schreib ich lieb dich in den Himmel“ 🎶, denn spätestens beim dritten Stromausfall in einer fremden Unterkunft werdet ihr wissen, warum dieser kleine, unscheinbare Gegenstand einen festen Platz im Rucksack verdient hat.

Zahlenschlösser – gleich mehrere davon, denn zwischen Rucksack, Tagesrucksack und dem einen oder anderen Spind in Hostels und Umkleiden kommt einiges an Sicherungsbedarf zusammen.

Wasserfeste Stifte und Notizblock.

Zwei weitere Geldbörsen.

Reisestecker mit USB-Anschluss – mindestens zwei Powerbanks.

Laptop oder Tablet? Das müsst ihr selbst entscheiden. Ich hatte ein altes Tablet dabei – das nach drei Monaten den Geist aufgegeben hat. Die allgemeinen Überlebenschancen dieser Geräte sind relativ gering.

Kamera – oder Kameras – mit Stativ, aufladbaren Akkus und diversen Speicherkarten.

500days.at-Insidertipp: Ladet eure Fotos so oft wie möglich auf eine Online-Speicherplattform hoch. Man stelle sich vor, ihr verliert eure Kamera – oder die Speicherkarte streikt – und alles ist weg. Drama und Tränen 🥲. Für ein paar Euro habe ich mir auf Google Drive einige Gigabyte gegönnt und meine Bilder wöchentlich hochgeladen. Wenn der Speicher voll war, haben zwei Freunde die Fotos und Videos auf zwei externe Festplatten heruntergeladen – um wieder Platz zu schaffen und sicherzustellen, dass nichts verloren geht.

Auch hier nochmals: Danke dafür!